Kultur, Gesellschaft, Gedanken.

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Ruth-Janessa Funk

Ruth-Janessa Funk has 25 articles published.

kultur*letter #13 – Wer wir waren und wen wir zurückließen

in kultur*letter/KULTUR*SALON by

In dieser Ausgabe des Kultur*letters habe ich wieder das Beste aus Ausstellungen, Kino und Literatur für dich zusammengestellt – passend zum Wochenende, passend zu dir. Diese Woche hat der Deutsche Bundestag eine Frage gestellt, die längst überfällig war: Wie lebt es sich eigentlich als Künstlerin in diesem Land? Am Mittwoch, dem 15. April, lud der…

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Emil Nolde: Fünf Masken, kein Gesicht

in CULTURE & PEOPLE/Essay by
Wir sehen das Kunstwerk "Masken" mit fünf unterschiedlichen Fraskenhafte Masken von Emil Nolde aus dem Jahr 1911.

Fünf Masken, ein flächiger, blaugrüner Hintergrund und dicke, vertikale Pinselstriche. Wer Nolde kennt, erkennt sofort, was hier passiert. Farbe nicht als Beschreibung, sondern als Zustand. Die rote Maske links zieht das Auge des Betrachters ins Bild, die gelbe Maske in der Mitte grinst mit einer Offenheit, die nicht freundlich wirkt, und die Maske unten starrt…

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Trouvaille 41: Der Mann, der das Pathos nicht versteckt

in CULTURE & PEOPLE/TROUVAILLES by
Wir sehen Herbert Grönemeyer liegend und uns ansehend

Mein heutiges Fundstück könnte ein Geburtstag sein. Es handelt sich jedoch um eine ARD-Dokumentation, die diesen Geburtstag zum Anlass nimmt, um viel mehr aufzudecken: „Grönemeyer – Alles bleibt anders“ porträtiert in 90 Minuten einen Künstler, der sich seit vier Jahrzehnten weigert, seinen Ton zu mäßigen – und genau deshalb bis heute relevant ist. Hitster, Kult…

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Wenn der Berg zeigt, was der Alltag verbirgt

in CULTURE & PEOPLE/Kommentar by
Sehr gerne: Alt-Text: Watzmann im Morgennebel mit einer ironischen Wörterbuch-Definition von „Alpine Divorce" im Vordergrund — beschreibt das plötzliche, spurlose Ende einer Beziehung in großer Höhe, mit dem bitteren Zusatz: „hat jemand Neues gefunden."

Einige Tage vor dem 19. Februar 2026 stieß ich auf Instagram auf den Beitrag einer Frau, die über einen bevorstehenden Prozess berichtete. Eine Bergsteigerin war am Großglockner gestorben. Ihr erfahrener Tourenpartner war wegen grob fahrlässiger Tötung angeklagt. Ich hörte hin, legte das Thema dann aber gedanklich wieder zur Seite. Ich beobachtete still, wie man Dinge…

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kultur*letter #12: Wer darf urteilen?

in kultur*letter/KULTUR*SALON by

Mit dieser Ausgabe des Kultur:letters kuratiere ich für euch wieder das Beste aus Ausstellungen, Kino, Konzerten und Literatur. Passend zur kommenden Woche. Passend zu dir. Auch in der vergangenen Woche wurde wieder deutlich, dass Kultur in Deutschland längst kein „begleitender Schönheitsbetrieb“ mehr ist, sondern ein Raum, in dem sich politische, gesellschaftliche und symbolische Fragen mit…

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Was Kultur uns schuldet

in CULTURE & PEOPLE/Essay by
Ein Museumsraum mit einem einzigen Bild an der Wand — von hinten fotografiert, sodass wir sehen, dass jemand davor steht und schaut. Nicht was er sieht. Sondern dass er schaut.

Meine Tochter und ich saßen im Deutschen Theater Berlin. Auf der Bühne stand keine Schauspielerin, kein Schauspieler — nur Puppen. Und doch war dieser Abend einer der politisch dichtesten, den ich seit Langem erlebt hatte. Das Stück erzählt die Geschichte von Friedrich Zawrel, der als Kind im Nationalsozialismus auf dem Spiegelgrund entmenschlicht wurde und nach…

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kultur*letter #11: Symbiosen: Wo Kunst und Natur aufeinandertreffen

in kultur*letter/KULTUR*SALON by

Liebe Salonnière, lieber Salonier,in dieser neuen Ausgabe des Kultur*letters habe ich wieder das Beste aus Ausstellungen, Kino, Konzerten und Literatur für dich zusammengestellt – passend zum Osterwochenende, passend zu dir. Der Frühling kommt dieses Jahr mit Schlagseite. Während draußen alles sprießt, treibt es in der Kulturpolitik ebenfalls – nur nicht in die richtige Richtung. Die…

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Trouvaille 40: Der Anwalt, der Demokratie erklärt

in Rezension/TROUVAILLES by

Mein heutiges Fundstück sind eigentlich zwei – wie ein Buch, das man aufschlägt und darin eine Überraschung findet. Das erste: ein Podcastgast. „Hotel Matze” vom Februar dieses Jahres, Folge „Was ist ein Mensch wert?”, Gast: Ferdinand von Schirach. Ich kannte den Namen natürlich. Strafverteidiger, Bestsellerautor, vielfach ausgezeichnet – ein Bild, das sich über Jahre in…

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Wenn Satire keine Übertreibung mehr braucht

in Kommentar/Kunst by

Heute Vormittag, Instagram Monopol-Magazin: „Kulturstaatsminister Wolfram Weimer verlegt die documenta an den Tegernsee.“ Neue Spielorte, frische Perspektive: Schloss Neuschwanstein soll die Bühne für die Weltkunstschau werden. Meine erste Reaktion war keine Skepsis. Es war Empörung. Schon wieder. Ich habe es sofort geglaubt. Kurz darauf ein Post der Süddeutschen Zeitung: „So einen Eingriff hat es noch…

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