Kultur, Gesellschaft, Gedanken.

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Ruth-Janessa Funk - page 4

Ruth-Janessa Funk has 49 articles published.

Was Kultur uns schuldet

in CULTURE & PEOPLE/Essay by
Ein Museumsraum mit einem einzigen Bild an der Wand — von hinten fotografiert, sodass wir sehen, dass jemand davor steht und schaut. Nicht was er sieht. Sondern dass er schaut.

Meine Tochter und ich saßen im Deutschen Theater Berlin. Auf der Bühne stand keine Schauspielerin, kein Schauspieler — nur Puppen. Und doch war dieser Abend einer der politisch dichtesten, den ich seit Langem erlebt hatte. Das Stück erzählt die Geschichte von Friedrich Zawrel, der als Kind im Nationalsozialismus auf dem Spiegelgrund entmenschlicht wurde und nach…

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kultur*letter #11: Symbiosen: Wo Kunst und Natur aufeinandertreffen

in kultur*letter/KULTUR*SALON by

Liebe Salonnière, lieber Salonier,in dieser neuen Ausgabe des Kultur*letters habe ich wieder das Beste aus Ausstellungen, Kino, Konzerten und Literatur für dich zusammengestellt – passend zum Osterwochenende, passend zu dir. Der Frühling kommt dieses Jahr mit Schlagseite. Während draußen alles sprießt, treibt es in der Kulturpolitik ebenfalls – nur nicht in die richtige Richtung. Die…

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Trouvaille 40: Der Anwalt, der Demokratie erklärt

in Rezension/TROUVAILLES by

Mein heutiges Fundstück sind eigentlich zwei – wie ein Buch, das man aufschlägt und darin eine Überraschung findet. Das erste: ein Podcastgast. „Hotel Matze” vom Februar dieses Jahres, Folge „Was ist ein Mensch wert?”, Gast: Ferdinand von Schirach. Ich kannte den Namen natürlich. Strafverteidiger, Bestsellerautor, vielfach ausgezeichnet – ein Bild, das sich über Jahre in…

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Wenn Satire keine Übertreibung mehr braucht

in Kommentar/Kunst by

Heute Vormittag, Instagram Monopol-Magazin: „Kulturstaatsminister Wolfram Weimer verlegt die documenta an den Tegernsee.“ Neue Spielorte, frische Perspektive: Schloss Neuschwanstein soll die Bühne für die Weltkunstschau werden. Meine erste Reaktion war keine Skepsis. Es war Empörung. Schon wieder. Ich habe es sofort geglaubt. Kurz darauf ein Post der Süddeutschen Zeitung: „So einen Eingriff hat es noch…

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Trouvaille 39: „April, April“

in TROUVAILLES by

Mein heutiges Fundstück hat mir der Kalender selbst beschert: Der 1. April steht vor der Tür – und plötzlich wollte ich wissen, warum wir uns an diesem Tag eigentlich gegenseitig „in den April schicken“. Woher kommt dieses Ritual, das sich so hartnäckig hält, obwohl niemand mehr genau weiß, warum es existiert? Also bin ich auf…

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Kunsthalle München: Was Haar verrät

in CULTURE & PEOPLE/Kunst by

Ich stehe vor Botticellis Profilbildnis einer jungen Frau, gemalt um 1475. Das Haar der Frau ist kunstvoll geflochten, mit Perlen bestückt, über die Schulter gelegt. Es ist makellos. Es ist arrangiert. Und es gehört – das spüre ich in diesem Moment sehr deutlich – nicht ihr. Die Ausstellung HAAR – MACHT – LUST in der…

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Welttag des Theaters 2026: Die Bühne als Korrektiv

in CULTURE & PEOPLE/Kommentar by
Ein dunkle Bühnen mit Stuhlkreis.

Wann warst du zuletzt im Theater? Was hast du gesehen – und was hat dich noch Tage danach beschäftigt? Ich gehe regelmäßig, Berliner Schaubühne, Komische Oper, Deutsches Theater. Und jedes Mal ist es anders: manchmal dieses intensive Nachdenken auf dem Heimweg, manchmal einfach der pure Genuss, das angenehme Schwere-danach. Beides ist Theater. Beides zählt. Und…

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kultur*letter #10: Was wir tragen, was wir verschweigen

in CULTURE & PEOPLE/kultur*letter/KULTUR*SALON by

In dieser Ausgabe des Kultur*letters habe ich wieder das Beste aus Ausstellungen, Kino, Konzerten und Literatur für dich zusammengestellt – passend zum Wochenende, passend zu dir. Diese Woche hatte eine merkwürdige Schwere. Nicht die laute, dramatische Art – sondern die stille, die sich unter Alltagsnachrichten schiebt und dort bleibt. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sorgt weiter für…

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Der Vorhang fällt

in CULTURE & PEOPLE/Kommentar by
Ein schwerer, dunkelroter Theatervorhang aus Samt schließt sich von beiden Seiten zur Mitte hin. Die Stoffbahnen fallen in weichen, dichten Falten und bedecken fast vollständig die Bühne. Am unteren Rand bleibt ein schmaler Spalt offen, durch den ein warmer, goldener Lichtschein nach außen dringt und sich auf dem Boden spiegelt. Die Szene wirkt ruhig, endgültig und leicht melancholisch, als würde ein letzter Moment verschwinden.

Am 31. Mai 2026 wird in Ingolstadt zum letzten Mal der Vorhang aufgehen – und dann für immer fallen. Die über 140.000 Einwohner zählende bayerische Stadt schließt ihren Theaterbau, den Hämmer-Bau, der seit Jahrzehnten das kulturelle Zentrum der Stadt war. Die letzte Premiere ist Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth. Ein Stück über Menschen,…

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