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Ein Blick auf unseren Planet Erde vom Weltraum aus fotografiert

It’s Earth Day, My Friends!

in CULTURE & PEOPLE/LIFESTYLE by

Wir befinden uns an einem kritischen Punkt in der Geschichte der Menschheit. Klimawandel, Gleichstellung der Geschlechter, Gesundheit, soziale Gerechtigkeit und Eingliederung sind Themen, die uns alle betreffen und Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden und die wirtschaftliche Stabilität haben. Und dann ist da ja auch noch immer irgendwo irgendein Krieg. Die Frage, wie wir ein nachhaltiges, sicheres Leben führen, betrifft uns alle – und verbindet uns auch alle miteinander. Aber werfen wir heute im Vorfeld des Earth Day 2022 einen Blick auf die globale Klimakrise.

Das Klima wird immer bedrohlicher

Angesichts dieser globalen Krise müssen wir Veränderungen herbeiführen, um die potenziell katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Zu wissen, wie der Einfluss des Menschen zur globalen Erwärmung, zu Naturkatastrophen und zum Artensterben und damit zu Armut, Hunger und bedeutenden Problemen der Umweltgerechtigkeit führt, ist entscheidend. Nur so verstehen wir, welche Rolle wir spielen und welche Verantwortung wir haben, um auf diese Probleme zu reagieren und uns am Kampf gegen den Klimawandel zu beteiligen.

Plakat zum Thema Earth Day 2022 mit der Aufschrift One World und einem selbstgemalten Planeten Erde
Photo by Markus Spiske on Unsplash

Wir Menschen sind Lebewesen und mit allen Lebewesen gehören wir zur Natur. Wir brauchen die Natur zum Leben. Wir alle brauchen mehr oder weniger

  • Sauerstoff, um zu atmen,
  • Wasser und Nahrung
  • und ein Klima, in dem wir leben können. Es darf nicht zu warm und nicht zu kalt sein.

Wir Menschen verändern das Klima der Erde. Die Veränderungen haben Folgen für andere Menschen, für andere Lebewesen auf unserer Erde, für die Landschaften und für das Klima. Deshalb haben wir Menschen eine besondere Verantwortung für die Erde. Wir können den Klimawandel verstehen. Deshalb können wir auch etwas dagegen tun.

Earth Day is Every Day!

Der Tag der Erde #earthday ist eine jährliche wiederkehrende Initiative, die weltweit am 22. April stattfindet. An diesem Tag soll volle Aufmerksamkeit auf den Klimaschutz gelegt werden. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Erde und ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Die erste Veranstaltung fand am 20. April 1970 statt, als spontane Studentenbewegung in den USA. Mit dem Earth Day sollte dem Washingtoner Establishment und der Öffentlichkeit demonstriert werden, dass es in Nordamerika eine Umweltbewegung gab und dass die Natur jetzt über eine starke Lobby verfügt. Seither hat sich Earth Day zu einem globalen Aktionstag weiterentwickelt. Schätzungsweise 1 Milliarde Menschen aus 193 Ländern weltweit widmen sich jedes Jahr diesem Tag. Die Menschen sollen ermutigt werden, klimapolitische Veränderungen auf nationaler und globaler Ebene voranzutreiben. Natürlich ist es nicht nur dieser eine Tag. It’s … Every … Single … Day! Der Tag der Erde trägt das ganze Jahr über dazu bei, das Bewusstsein für Klimafragen zu fördern.

Aus dem Klimawandel wurde eine Klimakrise

Die tiefgreifendsten Veränderungen für Gesellschaft und Natur spüren wir seit ca. 250 Jahren, seit der industriellen Revolution. Aber auch zuvor war nicht alles in Ordnung. Schon Alexander von Humboldt hat auf den Klimawandel hingewiesen. Der Universalgelehrte warnte bereits 1843 vor der Abholzung der Wälder. Dennoch, hier und da weigern sich immer noch einige den Wandel anzuerkennen und machen einfach weiter so wie bisher, Hauptsache wir gefährden nicht das wirtschaftliche Wachstum: Don’t touch a running system. Aber läuft das System denn wirklich noch wie gewünscht?

Wie können Unternehmen Gewinne machen und trotzdem auf die Umwelt achten? Oder muss es in der Zukunft weniger Gewinn und weniger Wachstum geben. Können nur Gesetze die Unternehmen zwingen, Umwelt und Klima besser zu schützen?

Was gibt es Wichtigeres, als die großen Themen, die unsere Welt prägen, zu verstehen und anzugehen? Wie finden wir eine persönliche Antwort auf diese großen Herausforderungen. Und – natürlich ist es nicht immer einfach, Änderungen für eine nachhaltigere Zukunft vorzunehmen.

Dank der Forschungsleistungen vieler Wissenschaftler wissen wir heute, dass die Erde etwa 4,5 Milliarden Jahre alt ist und dass sich unsere Spezies, der Homo Sapiens, vor 100 000 bis 200 000 Jahren in Afrika herausentwickelt hat. In dem Zeitraum, in der wir uns als eine individuelle Spezies entwickelt haben – etwa ein Dreitausendstel des Alters der Erde – haben wir auch begonnen unseren Planeten zu verändern.

Das wichtigste Prinzip für die Zukunft ist die Nachhaltigkeit

Die Menschen der heutigen Zeit sorgen dafür, dass auch die Menschen in der Zukunft noch gute Lebensbedingungen haben. Zweihundert Jahre sind die ungefähre Lebensspanne von sieben Generationen. Die Onondaga, eine der sechs Nationen des Volkes der Haudenosaunee … berücksichtigen immer die Belange der sieben vorangegangenen und der sieben nachfolgenden Generationen, wenn sie weitreichende Entscheidungen treffen müssen.

Wenn es in zweihundert Jahren noch menschliches Leben gibt, werden die Menschen dieser Zeit wahrscheinlich Geschichten über die Konzerne erzählen, die in unserer Zeit den Planeten zu beherrschen schienen, und über die riesigen Mengen giftiger Chemikalien, die in die Erde, die Luft und das Wasser gekippt wurden. Aber sie werden auch über uns sprechen, ihre Vorfahren, die sich weigerten, mitzumachen. Sie werden von jenen sprechen, die trotz des anfänglichen Gefühls, allein und unterlegen zu sein, ihrer inneren Weisheit und ihrem Respekt vor dem Leben folgten und sagten: „Hier stimmt etwas nicht.“

Die Grafik von STATISTAzeigt die Entwicklung der Erderwärmung seit 1850 und einer Prognose bis 2100.
Es ist wichtig, dass die Erwärmung nicht zu stark wird. Denn nur dann können wir Menschen weiter gut auf der Erde leben.
Die Grafik zeigt den Temperaturanstieg auf der Erde von +1,2 Grad bis + 2,0 Grad und beschreibt die Auswirkungen für die Menschen.
Wenn es bis zu 1,5 Grad wärmer wird, können die Menschen den Klimawandel noch einigermaßen aushalten. Wenn es 2 Grad wärmer wird, können Menschen an vielen Orten nicht mehr oder nur noch schlecht leben.

Was ist mit all den Hindernissen? Können Menschen den Klimawandel noch aufhalten?

Der Klimawandel hat schon begonnen. Wir können ihn nicht vollständig aufhalten, aber wir können ihn verlangsamen. Die meisten Wissenschaftler*innen sind sich darüber einig, dass wir uns in Bezug auf die Umwelt an einem Wendepunkt befinden. „Wir befinden uns an einem Scheideweg. Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, können eine lebenswerte Zukunft sichern. Wir haben die Instrumente und das Know-how, um die Erwärmung zu begrenzen“, so der IPCC-Vorsitzende Hoesung Lee im Rahmen der Präsentation des dritten und damit letzten Teilberichtes des sechsten Sachstandsberichts des UN-Weltklimarats. An diesem waren laut dem UN-Weltklimarat, oder im Englischen dem Intergouvernemental Panel on Climate Change, kurz IPCC, insgesamt 278 Forscher*innen aus 65 Ländern beteiligt.

Invest in our Planet“ ist das diesjährige Motto des Tags der Erde, und das Thema ist gut gewählt, denn es zeigt, was Klimaschutz wirklich bedeutet: eine Investition in unsere Zukunft. Ohne diese Investitionen ist unser Wohlstand in Zukunft ernsthaft bedroht.

Wir müssen dabei nicht nur auf den eigenen Konsum achten. Der Earth Day 2022 zielt darauf ab, jeden – Regierungen, Bürger, Institutionen und Unternehmen – zu mobilisieren, die kollektive Verantwortung zu erkennen und dazu beizutragen, den Übergang zu einer gerechten, prosperierenden grünen Wirtschaft für alle zu beschleunigen. Jeder ist verantwortlich, und jeder von uns ist rechenschaftspflichtig.

Regierungen und Unternehmen müssen zur Rechenschaft gezogen werden für Schäden, die verursacht wurden, auch endlich ein Teil der Lösungen zu werden. Alten Technologien aus vergangenen Jahrhunderten durch neue, bessere Lösungen zu ersetzen. Einer Wirtschaft für das 21. Jahrhunderts und darüber hinaus für alle zukünftigen Generation zu ermöglichen, die die Gesundheit unseres Planeten wiederherstellt, unsere Arten schützt und Chancen für alle bietet. Viele haben schon damit angefangen und dienen als gute Vorbilder, wie gute Lösungen hier aussehen können. Hier Vorschläge, welche Maßnahmen der IPCC gegen die Klimakrise empfiehlt.

In Deutschland steht der Tag der Erde außerdem unter dem Motto „Deine Kleider machen Leute“, das an das internationale Thema anknüpft. Die Organisator*innen wollen unter diesem Leitsatz auf nachhaltige Mode aufmerksam machen, heißt es auf deren Website.

Wandel beginnt immer mit einem ersten Schritt

Oft fühlen wir uns dabei vielleicht machtlos. So geht es mir auf jeden Fall. Aber wir können uns jeden Tag selbst ermächtigen, auch ein Teil der Lösungen zu sein. Jeden Tag ein bisschen und bei knapp 8 Milliarden Menschen wäre das schon eine ganze Menge. Wandel beginnt immer mit einem ersten Schritt:

  • Weniger Dinge produzieren oder kaufen und dafür sorgen, dass Dinge länger halten. Die Politik kann dafür Regeln aufstellen. Und auch jeder und jede Einzelne kann überlegen: Brauche ich wirklich etwas Neues? Kann ich etwas noch reparieren?
  • Weniger Fleisch und mehr pflanzenbasierte Lebensmittel essen. Die Massentierhaltung katastrophalen Auswirkungen auf unser Klima. Die Landwirtschaft gehört mit Fleisch und Milchprodukte zu den Hauptverursachern des Klimawandels.
  • Jeder Mensch kann sich für mehr Klimaschutz einsetzen. Wir können mit dem Zug in den Urlaub fahren, statt zu fliegen. Wenn wir ein Auto haben, können wir versuchen, es weniger zu benutzen oder zu teilen. Oder mit dem Rad, statt mit dem Auto zur Arbeit fahren. Durch die Vermeidung von Produkten aus Plastik. Durch das Kaufen von Second-Hand-Kleidung. Die wichtigsten 5 R’s der Nachhaltigkeit sind: Wiederverwenden (Reuse), weniger kaufen (Refuse) oder (Reduce), generell unseren Konsum umdenken (Rethink) und mit alternativen Produktion- und Designmethoden Produkte besser entwickeln und verkaufen (Recycle).
  • Wichtig sind dabei sind immer Investition in Erneuerbare Energien statt fossiler Brennstoffe. Vor allem internationale Abkommen können den Klimawandel begrenzen. Im Pariser Klimaabkommen haben Staaten 2015 vereinbart, dass sie weniger Treibhausgase produzieren wollen. Nur gemeinsam können wir eine sichere und weiterhin lebenswerte Zukunft auf unserem Planeten Mutter Erde schaffen. Eine gute Richtlinie für eine nachhaltige Zukunft bieten auch die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN. Für mich die Grundlage allen zukünftigen Handelns.

Es sind die kleinen Dinge, die gemeinsam oft Großes erreichen können

Bei diesen Veränderungen geht es nicht nur darum, auf etwas zu verzichten. Mit guten Ideen und neuen Erfindungen kann das Leben besser werden. Noch haben wir die Chance, etwas zu ändern. Nicht nur am World Earth Day, sondern an allen Tagen des Jahres. Earth Day is Every Day!

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