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Ein Jahr #FridayforFuture

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Der erste Schulstreik für das Klima fand genau vor einem Jahr, am Freitag, den 20. August 2018, von Greta Thunberg vor dem schwedischen Parlament statt. Seither ist eine Menge passiert. Wer sind die jungen Menschen die Freitags statt Schule auf den Strassen dieser Welt demonstrieren gehen? Ist ihre Botschaft angekommen?

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Die Klimaaktivistin Greta Thunberg wird zur Ikone der Friday-for-Future-Bewegung: Über die Hälfte der befragten Schüler*innen geben an, dass Greta Thunberg ihr Interesse am Klimawandel verstärkt hat. Photo by Markus Spiske on Unsplash

Dieser 20. August vor einem Jahr markierte den Startpunkt für eine globale Kampagne, die heute, ein Jahr später, als Fridays for Future (FFF) Hunderttausende auf die Straße bringt um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Eine neue Studie gibt Aufschluss was die jungen Menschen bewegt auf die Strasse zu gehen.

Die Fridays for Future-Bewegung politisiert die Klimafrage in Deutschland wieder gesellschaftsübergreifend.

Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung

Zum Jahrestag haben die Forscher*innen des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung Moritz Sommer, Dieter Rucht, Sebastian Haunss und Sabrina Zajak eine erste umfassende, deutschsprachige Studie zur FFF-Bewegung in Deutschland vorgelegt. Laut der von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto Brenner Stiftung unterstützten Studie werden die FFF-Proteste vor allem von jungen, gut gebildeten Demonstrierenden und von Frauen getragen. Viele der Jugendlichen protestierten am 15. März zum ersten Mal. Sie wollen die Politik unter Druck setzen, klimapolitische Versprechen einzulösen und sind zugleich davon überzeugt, dass eine Veränderung der Lebensweise und des Konsums einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leistet. Die Demonstrierenden sind keineswegs hoffnungslos, sondern vielmehr handlungsbereit, politisiert und zuversichtlich, dass ihr Protest Veränderungen hervorrufen kann. Für die Mobilisierung waren , laut der Studie, persönliche Kontakte entscheidender als soziale Medien.

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Freitags-Demonstration in Berlin am Brandenburger Tor. Photo by Nico Roicke on Unsplash

Auch das Video von Rezo kurz von der Europawahl verdeutlichte, dass das Thema Klimaschutz eine neue Form des Protest angenommen hat. Laut Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung mobilisiert die Bewegung, ausgelöst durch Greta Tunberg, junge Menschen und nimmt die Politik in die Verantwortung, tatkräftig zu handeln: Sie fordern unmissverständlich, dass die Politik der Klimakrise eine entschiedene, ökologische, aber sozial ausgewogene Transformation entgegenstellt. Das sind auch aus ihre Sicht die richtigen Forderungen an die richtigen Adressaten – die Politik muss endlich wieder ihre Kernaufgaben erfüllen.

Einige Parteien sind ja bereits auf den Weckruf aufmerksamgeworden, wenn auch dies eher unbequem zu sein scheint. Wirkliche Antworten haben die meisten Politiker hierauf noch nicht geliefert. So hebt Jupp Legrand, Geschäftsführer der Otto Brenner Stiftung hervor: „Bisher prägten Mutmaßungen, Vorurteile oder Spekulationen die Sicht auf Fridays for Future“.

Die „Studie Fridays for Future ist unter hier online abrufbar.